Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen

Oft beginnen Ohrenschmerzen  mitten in der Nacht.  Dieses alt bewährte Hausmittel wird  dann gerne  als Alternative von den Müttern genutzt, da es lindernd und beruhigend auf das Kind einwirkt.

  • Die Zwiebeln werden klein gehackt und schlauchförmig in ein Stofftaschentuch oder Seidentuch  eingewickelt. An beiden Enden zubinden und anschließend in der
  • Mikrowelle oder in einem Wasserbad erhitzen.
  • Lassen Sie das Zwiebelsäckchen etwas abkühlen und legen es vorsichtig um das erkrankte Ohr herum.
  • Damit es nicht verrutscht, können Sie Ihrem kleinen Patienten eine Mütze aufsetzen.
  • Eine Wärmeflasche hilft, das Zwiebelsäckchen so lange wie möglich warm zu halten. So kann es seine Wirkung voll ausbreiten.

!!! Aber bedenken Sie bitte, wir Menschen sind Individualisten und es gibt ein paar Kinder, die paradoxerweise etwas Kühles auf das Ohr haben möchten. In einem solchen Fall ist dann ein Zwiebelsäckchen kontraindiziert.   

Brustwickel bei Husten

Ein Brustwickel aus Pellkartoffeln wirkt lindernd bei Hustenreiz.

  • Pellkartoffeln (je nach Geöße 1-3 Stck.) kochen, abseihen und mit Pelle stampfen
  • In ein Tuch oder weiches Küchenpapier großflächig einwickeln, so dass möglichst viel vom Brustkorb bedeckt wird und 
  • vorsichtig (nicht zu heiß!!!) auf die Brust legen.  
  • Zur Fixierung mit einer Mullbinde umwickeln und den Patienten zudecken.
  • Eine Wärmeflasche unterstützt die Wirkung der Kartoffeln.

Bei  trockenem Husten sollte möglichst viel getrunken werden, damit gut abgehustet werden kann.

 

 

Hustensaft

Zwiebelhustensaft

Dieser Hustensaft kann in verschiedenen Variationen zubereitet werden. Hier ist eine mögliche Art der Zubereitung:

3 Zwiebeln würfelig und möglichst sehr klein scheiden und mit ca. 200ml Wasser und 150 gr. Zucker (Rohrzucker, Kandiszucker) kurz aufkochen. Anschließend ca. 1 Std. auf kleinster Flamme köcheln lassen. Abkühlen lassen, abseihen und im Kühlschrank aufbewahren. Je nach Bedarf können mehrmals täglich 1TL bis 1EL eingenommen werden. 

 

 

 

 

 

Wissenswertes über Fieber

Bereits vor etwa 2500 Jahren wußte der griechische Philosoph und Arzt Parmenides (540-480 v. Chr.) die Heilkraft des Fiebers zu schätzen, als er schrieb: 

„Gib mir ein Mittel, welches Fieber erzeugen kann und ich bin im Stande jede Krankheit zu heilen!“ 

Fieber ist eine ausgeklügelte Strategie und potentielle Kraft des Körpers, sich gegen Bakterien und Viren zu wehren. Im Grunde genommen werden die Eindringlinge "verheizt bzw. verkocht" und auf diese Weise unschädlich gemacht.

Fieber hat also eine sinnvolle Funktion und sollte möglichst nicht im Ablauf gestört werden.  Es kann durch viele Erkrankungen ausgelöst werden und unterstützt dabei den Organismus in seiner Selbstheilung.   

Wie entsteht Fieber?

In einem bestimmten Areal unseres Gehirns befindet sich eine Meß- und Regulationsstation (Hypothalamus). Dort wird u.a. die Körpertemperatur ständig gemessen und aufrechterhalten. Sobald es durch die Erreger zu einer Bedrohung für den Körper kommt, wird ein fein aufeinander abgestimmter Abwehrmechanismus in Gang gesetzt und die Körpertemperatur steigt. 

Wie ist der Verlauf?

In der Regel verläuft ein Fieberschub in 4 Stadien: 

  • Froststadium  Durch Reiben der einzelnen Muskelfasern wird Schüttelfrost erzeugt. Auf diese Weise kommt er auf die Betriebstemperatur, die er benötigt, um Eindringlinge abzutöten. Diese kann unterschiedlich hoch sein. 
  • Hitzestadium In dieser Phase werden nun Bakterien und Viren unschädlich gemacht. 
  • Schweißstadium Durch die Bildung einer reichlichen Menge an Schweiß findet eine Reinigung statt, in dem unser Organismus die vernichteten Erreger ausschwemmt.
  • Erholungsstadium Nun wird in der Regel das Fieber sinken und mit ausreichend Ruhe und Schlaf hat sich unser Organismus schnell wieder erholt. 

 

Wie hoch darf Fieber steigen?

Während bei Erwachsenen ab einer Körpertemperatur von über 37°C von Fieber gesprochen wird, so beginnt es bei Kindern erst ab ca. 38,5°C. Kinder vertragen Fieber in der Regel ganz gut und sie sind durchaus in der Lage bei höheren und selbst hohen Temperaturen noch zu spielen. Daher sollten fiebersenkende Mittel nicht sofort eingesetzt werden. 
Vielmehr ist es ratsam darauf zu achten, wie es dem fiebernden Patienten dem "Umstand" Fieber entsprechend geht. 

 

Was tun bei Fieber?

Wie können Sie Ihren Körper dabei unterstützen? 

Im Froststadium werden Sie wahrscheinlich ohnehin Ihrem natürlichen Bedürfnis nach Wärme folgen und sich zudecken.

Sobald Ihnen warm bzw. heiß ist, braucht der Organismus viel Flüssigkeit. Tee oder frisch gepresste Säfte eignen sich dafür sehr gut.  Leichte Nahrung wie Obst und Gemüse wirken entlastend.  

Viel Ruhe und ausreichend Schlaf unterstützen Ihren Körper zusätzlich. In der Regel stellt sich ohnehin von selbst ein hohes Schlafbedürfnis in dieser Phase ein. 

Ein gut gelüfteter aber nicht zu kalter Raum und eine leichte Decke helfen dabei, den Körper nicht unnötig zu überhitzen. 
Sobald Sie anfangen zu Schwitzen haben Sie in der Regel das Schlimmste überstanden. 


Tee zur Unterstützung
Lindenblütentee oder Holunderblütentee sind schweißtreibend und stärken gleichzeitig die Abwehrkräfte.

 

Wadenwickel
Wenn das Fieber für den Organismus zu belastend wird, können Wadenwickel anlegt werden. Sollten Arme und Beine sich aber kühl anfühlen hat der Körper seinen Selbstregulationsmechanismus aktiviert und Wadenwickel sind hier nicht mehr angebracht.